
Und endlich nach zwei der erlebnisreichsten Wochen meines Trips melde ich mich mal wieder aus dem sonnigen San Francisco. Die drei regnerischen Tage in Portland habe ich groesstenteils in “powell’s bookstore” oder dem anliegenden Cafe verbracht, die ueber eine Millionen Buecher muessen ja von irgendjemand gelesen werden! Portland, die Rosenstadt, ist gruen, “organic” und trotz Regen voll von Radlern (Fix Gear laesst gruessen)! Hier koennte man es laenger aushalten, allerdings ist die Regenwahrscheinlichkeit zu hoch. Deshalb packte ich nach 2 Tagen meine Sachen, spazierte an Bahnhof und reiste “Hobo”-maessig (naja ich hatte ein Ticket..) mit der Amtrak-Train weiter nach Sacramento. Im nahegelegenen Napa Valley wuerde ich mit offenen Armen zum Couchsurfen bei Sarah (NZ- BEkannschaft) empfangen. Wie es sich in der Weinhochburg Amerikas gehoert, arbeitet Sarah fuer eine Weinerei namens Signorello. Das bedeutet fuer mich Wein testen, Wein testen, Wein testen! dazu wurden Gourmet Gaenge serviert, deren Namen oder Zutaten ich mir bei bestem Willen nicht merken konnte und das lag eher an deren Exotic als an meinem Pegel
mmmh ja die Weine waren lecker, auch wenn ich den Unterschied zwischen dem 50 und dem 170 Dollar teurem erlichgesagt nicht erschmecken konnte. An Sarah’s freien Tagen ging es mit den Kids ihres Freundes Chad an den “Bodega Beach”, raufen, toben, frisbee zocken und Salt Water Taffy lutschen.
Sarah stellte mir in dieser hammer Woche allerdings nicht nur in Futon zur verfuegen, Nein ich konnte auch meine ersten Erfahrungen auf der richtigen Strassenseite sammeln. Mit ihren Toyota 4×4 duesste ich den halben Tag ueber die Weinberge (kostet ja nix in den Staten
, hikte auf den alten Goldgraeber-Trails und naschte frische Erdbeeren vom Feld.
“Free Tuesday” fuer alle Museen in San Francisco, brachte mich das erste mal in diese Traumstadt! Neben dem Memo (modern art) und den ybca galleries, verbrachten wir den Tag vorallem im Golden Gate Park. Diese Lage, diese Straende, diese Szene…Daumen hoch ich liebe diese Stadt!
Die letzten Tage bei Sarah verbrachten wir mit Seakayaken, Oyster essen, ueber Farmers Maerkte schlendern, kochen und in ihrem neuen Gemuesegarten buddeln. Donnerstag abend bekam sie dann einen Anruf von ihrem ehemaligen Arbeitgeber, einer Non-Profit- Raft Company. Welche fuer das kommende Wochenende ueber 50 Kids erwartete, allerdings nicht genuegend Guides zur verfuegung stellen konnte. Da Sarah auf einer Weinauktion arbeiten musste und ich ja im Moment ueber meine Zeit frei verfuegen kann, stopfte ich meine frischgewaschenen Sachen schleunigst in den Rucksack, Sarah statte mich mit Zelt und Neopren aus und schon sass ich bei einem der Raftguides im Auto.
Ziel: South Fork American River!
Am Freitag ging es mit ein paar Trainees (zu denen ich ja eigtl. auch gehoeren sollte!) und zwei weiteren Guides auf den unteren Teil des South Fork, auf dem am Samstag auch der Trip stattfinden sollte. Dem Tripleader gefiel meine Linie und meine Kommandos und so baute ich mein Zelt auf und kroch erwartungsvoll in meinen Schlafsack. Mein erster grosser Trip! Ich war etwas nervoes, da sie die achtklaessler als “Popcorn” beschrieben…”die poppen dir aus dem boot wie Popcorn! haha”
Endresumee war ein genialer Tag, adrenalingeflutete Kinder, ein gluecklicher Tripleader und eine strahlende Franziska (keines der Kids ist mir in den Rapids ueber Bord gegangen und ausserdem wurden wir das komplettflache Endstueck nach dem Wildwasserpart mit Jetskis zum Austieg gezogen…uhhhjeaaaah!)
Ich hab mich ziemlich gut in das Team eingegliedert (4 stockschwule Guides…) und wir beschlossen am Sonntag den Oberen Teil zu raften, da die Schneeschmelze gerade auf Hochtouren laeuft und wir schon am Samstag extrem hohe Pegel hatten waren ein paar der Guides ziemlich nervoes. Ich hatte noch keine Ahnung was uns erwartet. Die Rapids namens “MeatGrinder” “Troublemaker” und “Hospital Bar” bestanden aus mega hohe Wellenbergen, fetten Walzen und ordentlich Druckwasser! Ich hatte meinen Spass und genoss die Abkuehlung bei 35 Grad Aussentemperatur. Dank Frank duerfte ich das erste Mal ein Ruder-Raft steuern (vorwaerts rudern!? …die Amis!) was um ehrlich zu sein wirklich Spass macht und nachmittags ging es dann nochmal mit den Duckies auf den Unteren Teil. Surfen, Schwimmen, Surfen, Schwimmen…
Nach diesen drei Aktiontagen, konnte ich mit einem der Guides zurueck nach San Francisco fahren und fuer die naechsten Tage ist erst einmal Grossstadt angesagt! Wieviele Tage fuer diese “hier koennte man leben”-Stadt noetig sind weiss ich allerdings noch nicht. Jetzt gibts erstmal Free Dinner im “Green Tortoise”-Hostel essen (guter Tip, danke leo!)